Jutta MW

Wir vom JKV Hannover machen mit bei der Hand in Hand Rettungskette für Menschenrechte

Die Rettungskette fordert mit ihren Verbündeten ein Europa, das keine Festung baut, sondern alle Menschen so behandelt, wie sie sind: gleich und frei in Würde und Rechten.

Zählt ein Menschenleben auf dem Mittelmeer? 

Das Mittelmeer ist zum tödlichsten Gewässer der Welt geworden. Wie kann es sein, das von 2014 bis heute über 21.000 Geflüchtete an Europas tödlicher Seegrenze ertrinken mussten? Allein 2016 starben 5.000 Geflüchtete auf dem Seeweg nach Europa und 2020 immer noch 1.166. Die Zahlen der Toten und Vermissten können jedoch nur Schätzungen sein. Die genaue Zahl wird für immer im kalten Dunkel bleiben.

Schutz von Leben und grundlegende Menschenrechte müssen oberste Priorität sein. Rettung auf See ist eine absolute Verpflichtung nach dem Völkerrecht und ein humanitärer Imperativ ohne Wenn und Aber. Statt dessen werden immer öfter Boote wieder zurückgetrieben, beschädigt oder die Geflüchteten bewusst auf dem Meer in Gefahr gebracht. Unter dem Motto: „Bekommen sie Hilfe, kommen noch mehr.“

Nordeuropa sieht nicht, wie die Menschen ertrinken. Wir alle lassen die Flüchtlinge und die Anrainerstaaten an den Außengrenzen Europas alleine. Wir schotten uns ab und stecken den Kopf in den Sand.

Und genau hier setzt Hand in Hand Rettungskette für Menschenrechte e.V. ein Zeichen. Ein wichtiges Zeichen mit über 60 Initiativen, die untereinander vernetzt sind für Menschlichkeit, für Menschenrechte und gegen das Sterben im Mittelmeer.

Umso mehr Menschen mitwirken, desto stärker das Zeichen, das wir setzen. Am Samstag, den 24.04.2021, finden in verschiedenen Städten, entlang der geplanten Route der „Rettungskette zum Mittelmeer“, Auftaktveranstaltungen für die große Rettungskette am 18.09.2021, eine Woche vor der Bundestagswahl, statt. Ziel der Aktion im September ist eine Menschenkette von Hamburg bis zum Mittelmeer. Mittlerweile haben sich über 100 lokale und überregionalen Gruppen und Organisationen diesem Projekt angeschlossen. 

Wenn Sie sehen möchten, wo und wie Sie sich anschließen können, können Sie alle Informationen bei uns erhalten.

Hand in Hand Rettungskette

für Menschenrechte e.V.

www.rettungskette2019.de

Kontakt: info@rettungskette2019.de

https://www.rettungskette.eu/de/rettungskette-fuer-menschenrechte-aktionsaufruf/

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Buchempfehlung von KaiWeber, Geschäftsführer Flüchtlingsrat Niedersachsen:

Rauda Al Taha ist 2013 mit ihren drei Kindern und ihrem Mann aus Raqqa (Syrien) geflohen und lebt seit 2015 in Celle. Ihr Bericht

„Die Geschichte einer Flucht – von Raqqa nach Celle“ ist nun als deutsch-arabische Veröffentlichung von der niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe herausgegeben worden.

Ich kann die sehr dichte und persönliche Erzählung von Frau Al-Taha, die in Syrien als Museumsleiterin, Forscherin und Autorin tätig war, nur allen wärmstens ans Herz legen: Frau Al-Taha erläutert die Vorkriegssituation und die Hoffnung auf den arabischen Frühling, die Bombardierung ihrer Heimatstadt und die Versuche, diesen Bomben zu entkommen. Sie beschreibt die Etappen ihrer Flucht, die schmerzlichen Erfahrungen von Entbehrung und Verlust, von Angst und Hoffnung, die Sorge um ihre Angehörigen, das Leiden an Gewalt und Tod. Ausführlich geht sie auch auf die Aufnahme in Deutschland ein, der Odyssee entkommen und dennoch betäubt von den Erinnerungen, eine Zeit, in der einfache Gesten wie geschenkte Buntstifte für die Kinder den entscheidenden Unterschied ausmachen, um wieder ins Leben zurückzufinden.

Frau Al Tahas Buch ist ein Zeugnis dafür, dass Flucht für die betroffenen Menschen immer eine traumatisierende Erfahrung von Schmerz und Verlust darstellt. Darüber hinaus vermittelt das Buch eindringlich, welche immense Bedeutung einfache Botschaften von Solidarität und Mitgefühl für Menschen haben, die geflüchtet sind und ankommen wollen. Einmal mehr ist mir klar geworden, wie wichtig es ist, Geflüchtete Willkommen zu heißen, und welches Verbrechen es darstellt, sie über Jahre an den Grenzen Europas in „Hotspots“ zu isolieren und ihnen ein Ankommen zu verweigern.

Der Landesbeauftragten, Doris Schröder-Köpf, ist zu danken, dass sie diese Veröffentlichung ermöglicht hat, die sich auch gut für Lesungen eignet. Sie kann über die folgende Adresse bezogen werden (siehe auch https://www.migrationsbeauftragte-niedersachsen.de/?p=9959):

Verbindungsbüro zur Landesbeauftragten
für Migration und Teilhabe
bei der Niedersächsischen Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover

Telefon: 0511 120-6801

Email: migrationsbeauftragte (at) stk.niedersachsen.de

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Bosnien/Lipa: Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert Evakuierung und Aufnahme der Schutzsuchenden

Der JKV hat mit rund 140 Organisationen den Aufruf „Lipa: grausame Folge der europäischen Abschottungspolitik. Evakuierung und Aufnahme jetzt!“ unterzeichnet.

Die Bilder aus Lipa sind erschütternd. Die katastrophale Notlage für die Schutzsuchenden in Bosnien- Herzegowina ist die Folge der europäischen Abschottungspolitik. Deutschland und die EU tragen unmittelbare Verantwortung für die systematische Verletzung der Rechte von Menschen auf der Flucht an den europäischen Außengrenzen. Mit den systematischen Pushbacks aus Kroatien hat die EU die humanitäre Notlage in Bosnien überhaupt erst geschaffen. Die Pushbacks müssen unverzüglich gestoppt werden. Die Bundesregierung muss jetzt handeln: Die Schutzsuchenden in Bosnien-Herzegowina müssen umgehend evakuiert und ihre Einreise in die EU ermöglicht werden. In Deutschland stehen Länder und Kommunen zur Aufnahme bereit. 

Wir fordern deswegen: 

● Stopp der gewaltsamen illegalen Pushbacks an den europäischen Außengrenzen. Das Recht aller Menschen auf Zugang zu einem fairen Asylverfahren in der EU muss endlich eingehalten werden. 

● Stopp der bundesdeutschen Unterstützung für die kroatische Grenzpolizei! 

● Die Bundesregierung muss sofort handeln. Die Schutzsuchenden in Bosnien-Herzegowina müssen evakuiert werden. In Deutschland stehen Länder und Kommunen zur Aufnahme bereit. #WirhabenPlatz 

Der ganze Text der Pressemitteilung: https://www.proasyl.de/wp-content/uploads/2021-01-20-Bosnien-AppellOrganisationen-1.pdf?vgo_ee=MimscPSRaAriQe69K1xuYg%3D%3D

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Kinder in Sammelunterkünften

Kindern in Sammelunterkünften wird oft erst geholfen, wenn die Gefahr akut ist. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie unter dem Titel „Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen. Eine kinderrechtliche Analyse basierend auf einer Befragung der 16 Bundesländer. Danach erhalten auch bereits traumatisierte Kinder oft keine angemessene Unterstützung. Expert_innen fordern dezentrale Unterbringung. Die vollständige Studie finden Sie hier: https://www.unicef.de/blob/232714/a8ce5dc63b3f48c9a567017e31c48b2a/0712-studie-gewaltschutz-in-fluechtlingsunterkuenften-data.pdf

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Schulische Erstberatung an für neu nach Hannover Zugewanderte

Das Bildungsbüro der Landeshauptstadt Hannover bietet schulische Erstberatung an für neu nach Hannover Zugewanderte und Zugezogene mit schulpflichtigen Kindern. Den Flyer findet man in mehreren Sprachen auf der Homepage https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Verwaltungen-Kommunen/Die-Verwaltung-der-Landeshauptstadt-Hannover/Dezernate-und-Fachbereiche-der-LHH/Personal-,-Bildungs-,-Jugend-und-Familiendezernat/Fachbereich-Schule/Bildungsb%C3%BCro

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