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Wir vom JKV Hannover machen mit bei der Hand in Hand Rettungskette für Menschenrechte

Am 18.09.2021 forderte die Rettungskette gemeinsam mit ihren Verbündeten ein Europa, das keine Festung baut, sondern alle Menschen so behandelt, wie sie sind: gleich und frei in Würde und Rechten.

Der Veranstaltungskreis „Rettungskette Hannover-Südstadt“ organisierte an dem Tag mit einem Infostand und einer Menschenkette in der Südstadt Hannovers einen Beitrag für neue Aufmerksamkeit gegen das Ertrinkenlassen auf dem Mittelmeer. Aus einem breiten Spektrum der Zivilgesellschaft beteiligten sich ca. 150 Menschen an der Aktion. Auch der JKV war zahlreich vertreten.

An der europaweiten RETTUNGSKETTE für MENSCHENRECHTE wirkten an diesem Tag von 12-12.30 Uhr insgesamt 301 Organisationen in Deutschland, Österreich und Italien mit. Die Route führte von Hamburg über Hannover nach Süddeutschland, dann über Innsbruck durch Österreich nach Padua bis zur Hafenstadt Chioggia nähe Venedig. 

Zählt ein Menschenleben auf dem Mittelmeer? 

Weil das Mittelmeer zum tödlichsten Gewässer der Welt geworden ist, wies Dr. Frank Hellberg für die Gemeinde am Döhrener Turm darauf hin, dass viele zivile Rettungsschiffe, auch mehrere aus Deutschland, Geflüchtete aus Seenot im Mittelmeer retten und in italienischen Häfen landen. Mehrfach wurden sie für diese zivilen Seenotrettungsmissionen angeklagt und vor Gericht gestellt – gegen das internationale Gebot der Rettung aus Seenot. Streitpunkt sei im Kern die Politik der europäischen Länder, die sich an den Außengrenzen gegen Geflüchtete und Migrationsbewegungen abschotten wollten. Dagegen protestiere die Aktion RETTUNGSKETTE. Denn dabei kämen die Menschenrechte unter die Räder, die doch Grundbestandteil einer modernen Gegenwart und Zukunft Europas seien: 

„Ertrinkenlassen ist keine Lösung des Phänomens, dass viele Menschen die gefährliche Flucht- Route übers Mittelmeer wählen müssen. Allein in diesem Jahr sind mehr als 1.200 Menschen beim Versuch ertrunken, Sicherheit in Europa zu erreichen. Seit 2014 waren es nach Angaben des UNHCR über 21.500!“. Die genaue Zahl wird für immer im kalten Dunkel bleiben.

Jutta MWWir vom JKV Hannover machen mit bei der Hand in Hand Rettungskette für Menschenrechte